Rückfällig geworden? Was nun?

Niemand ist perfekt – Rückfälle gibt es täglich im Leben. Das betrifft nicht nur das Rauchen. Denken Sie an denjenigen, der gerade Abnehmen möchte und doch wieder eine Pizza bestellt hat. Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ – lieb gewonnene Gewohnheiten lassen wir nur ungern los und ändern sie. Es gibt aber einen schönen Motivationsspruch:

Hinfallen, Aufstehen, Krone richten und weitergehen

Nicht der Rückfall ist das Problem, sondern wenn man nicht weiterkämpft. Es gilt zuerst einmal zu analysieren, warum sind Sie rückfällig geworden?

Auslöser für einen Rückfall

  • Schicksalsschlag: es gab ein schlimmes Ereignis in Ihrem Leben z. B. Tod des Haustieres, ernsthafte Erkrankung Ihres Kindes, Arbeitsplatzverlust u.v.m.
  • Neugier: Sie wollten mal ausprobieren, ob die Zigarette noch schmeckt – leider ist das Suchtzentrum so programmiert, dass der Rückfall unvermeidbar ist.
  • Streit: ein Ehestreit, oder mit Kollegen, Familienangehörigen
  • Stress: erhöhtes Stressaufkommen kann durchaus auch ein Auslöser sein, wieder zur alten Gewohnheit zurückzukehren

Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Das Leben bringt Rückschläge mit sich. Motivieren Sie sich zu einem erneuten Versuch. Denn Sie können nur gewinnen. Ihr Kopf weiss genau, wie ungesund Rauchen ist und Sie wollen es auch nicht mehr. Wenn Sie es alleine nicht schaffen oder das Hilfsmittel, das Sie ausprobiert haben, ist vielleicht nicht das richtige für Sie, suchen Sie sich Hilfe bei einem Therapeuten oder einem speziellen Nichtraucherkurs. Wir haben geschulte Therapeuten, denen Sie sich anvertrauen können – deutschlandweit. Hier gehts zu der Therapeutenliste

Wie vermeiden Sie einen Rückfall?

Es gibt einige Strategien, die es Ihnen erleichtern, nicht rückfällig zu werden. Das Wichtigste ist, dass Sie sich um sich selbst kümmern. Zeigen Sie sich selbst Wertschätzung.

  • Aussortieren: Lassen Sie alles in Ihrem Haushalt verschwinden, das Sie an das Rauchen erinnert: Aschenbecher, Feuerzeuge etc.
  • Motivation: schaffen Sie sich ein Sparschwein an, und legen Sie wirklich das Geld hinein, das Sie sonst verraucht hätten – das gibt Ihnen ein gutes Gefühl und volle Motivation. Machen Sie Pläne, was Sie mit dem Ersparten machen möchten z. B. eine Reise, Anzahlung für Auto, Weiterbildung etc.
  • Belohnung: gehen Sie zur Massage, kaufen Sie sich was Schönes zum Anziehen, gönnen Sie sich eine Zahnreinigung – die Ideen sind vielfältig
  • Alternativen finden: gönnen Sie sich die Kaffeepause trotzdem – Sie haben es sich verdient! Rufen Sie in einer schwachen Situation Ihren Partner oder einen lieben Menschen an, der motiviert Sie.
  • Sport treiben: Sport gilt als Stresskiller – die Bewegung tut gut und Sie fühlen sich fit danach.
  • Tagebuch: schreiben Sie auf – das muss nicht täglich sein – welche Veränderungen Sie erleben. Ihr Geruchssinn und Geschmackssinn hat sich verbessert, Sie konnten länger joggen als sonst, Sie bekommen besser Luft beim Treppensteigen etc. Das Aufgeschriebene verinnerlicht Ihr Gehirn als positives Erlebnis.

 
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