Rauchstopp lohnt sich auch bei Multipler Sklerose!

Bei Rauchern besteht nicht nur ein erhöhtes Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken – das Rauchen nimmt auch einen negativen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung.

In einer Studie wurde die gesundheitliche Entwicklung von Patienten, die an MS erkrankt sind, über einen Zeitraum von ca. drei Jahren untersucht. Schon in früheren Studien wurde herausgefunden, dass das Rauchen den Ausbruch der Erkrankung fördert. Nun wurde auch noch nachgewiesen, dass die Multiple Sklerose bei Rauchern schneller fortschreitet. In der Studie wurden sowohl Raucher als auch Nichtraucher und ehemalige Raucher untersucht. Man fand heraus, dass die Ergebnisse von Nichtrauchern und Ex-Rauchern sich nicht wesentlich unterscheiden.
Das Aufhören lohnt sich also!

Raucher zeigten viel ausgeprägtere Symptome der MS als die Nicht- bzw. Ex-Raucher. Auch wurde untersucht, ob der Übergang der schubförmigen zur sekundär-progressiven Form der MS durch das Rauchen beeinflusst wird. Die Studie zeigte, dass bei Rauchern, die einen schubförmigen Verlauf hatten, der Beginn der sekundär-progressiven Phase schneller eintrat als bei den anderen beiden Gruppen.

Der Genuss von Tabak schädigt die Nervenzellen, das ist hinlänglich bekannt. Es sind die Giftstoffe im Tabak, die die Myelinschicht der Nerven zerstören. Dies ist ein Hauptsymptom der Multiplen Sklerose. Nun ist auch der Nachweis erbracht, dass die Erkrankung durch das Rauchen schneller voranschreitet. Die Schweregrade 4 – 6 von nicht voll gehfähig bis zu einer Einschränkung von ca. 100 m Gehfähigkeit werden durch das Rauchen schneller erreicht. Es hat sich gezeigt, dass der Rauchstopp – auch ein später Rauchstopp – das Voranschreiten der Multiplen Sklerose verlangsamt.

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