Eine Generation soll rauchfrei werden – Neuseeland

Falls es die Regierung schafft, soll ab Anfang 2022 eine ganze Generation nicht mehr rauchen dürfen. Alle Einwohner Neuseelands, die nach dem 01. Januar 2004 geboren wurden, sollen nicht mehr die Möglichkeit haben, Zigaretten kaufen und konsumieren zu dürfen. Außerdem soll der Nikotingehalt in den Tabakprodukten drastisch reduziert werden.

Alle Maßnahmen wie Jugendschutz, Werbeverbot, Aufklärung etc. haben nicht gegriffen. Nun möchte die Regierung hart durchgreifen. Im Jahr muss Neuseeland ca. 4.500 Tote durch das Rauchen beklagen.

Bereits 2011 wurden die Weichen für den „Smokefree2025-Plan“ gestellt. Allerdings hat sich seither noch nicht viel getan. In Lokalen und am Arbeitsplatz besteht schon seit 2004 Rauchverbot. Es rauchen ab immer noch ca. 530.000 Menschen täglich.

Wie sehen Sie dieses harte Durchgreifen der Regierung. Wird dadurch der Bürger entmündigt oder ist es eine notwendige Maßnahme?

2 Kommentare
  1. Daniela Lensch
    Daniela Lensch says:

    Grundsätzlich ist es zu loben, mit welcher Aufmerksamkeit die Regierung sich diesem Thema, also der Gesundheit ihrer Bürger, widmet. Wobei die Gründe natürlich nicht nur rein menschlicher und moralischer Natur sind. Aber immerhin!
    Ich denke, dass Verbote und Bestrafungen niemals zu einem längerfristigen Erfolg führen werden. Dadurch kann kein Umdenken in der Bevölkerung herbei geführt werden, so hat es ja auch schon die Vergangenheit gezeigt.
    Es werden dann trotzdem Wege gefunden, sich Zigaretten zu beschaffen. Wege, die bis in die Illegalität führen können. Verbote lösen nur Druck und negative Haltungen aus.
    Der bessere Weg ist meiner Meinung nach die Form und den Inhalt der Aufklärung zu verändern. Grundsätzlich das Verständnis von Gesundheit und die Eigenverantwortung für das eigene Leben zu schärfen. Die Vorbildfunktion der Eltern gegenüber ihrer Kinder müsse betont werden.
    Eine Gesellschaft, die gesund ist, in der es keine Sorgen gibt, keine Perpektivlosigkeit, keine Zukunftsängste, keinen Klimawandel ist per se gesund und es entsteht somit kein Bedarf nach Drogen. Das wäre doch zu schön…….

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    • Heike
      Heike says:

      Liebe Frau Lensch, vielen Dank für Ihren Kommentar. Dem kann ich nur zustimmen. Tatsächlich bewirken Verbote, dass der Reiz noch größer wird und dann in die Illegalität hineinrutscht. Wünschenswert wäre eine Erziehung, in der klar gemacht wird, dass Drogen keine Lösung sind. Aber oft sind es die Umstände, die zu Drogenkonsum führen, bei denen auch Eltern nicht mehr intervenieren können. Ich bin gespannt, wie hier die Entwicklung ist.

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